Das war 2023 im Rollenspielblog – Was kommt als nächstes?

Mir ist kalt. Das kann zwei Ursachen haben:

  1. Ich bin im Supermarkt in die Tiefkühltruhe gefallen,
  2. es ist Winter und der Jahreswechsel steht bevor.

Da um mich herum weder Tiefkühlpizza noch Grillfackeln liegen, gehe ich davon aus, dass das hier nicht der Supermarkt ist. Und das heißt:

Es ist Zeit für Nabelschau!!

Die 2023er Highlights im Rollenspielblog

Das große Highlight in diesem Jahr schmiss ich gleich im Januar in die Blog-Mühlen:

Beitragsbild: 7 Tipps für Spieler*innen

7 Tipps für Spieler*innen – Eine Sammlung an Tipps, die sich mal nicht an Spielleitungen richtet. Kein Artikel bisher wurde innerhalb eines Jahres so oft gelesen, und hat so viel positives Feedback eingeheimst. Das freut mich natürlich maßlos.

Meine Erkenntis: Solche allgemeinen Blogartikel zu Spielpraktiken stoßen auf Interesse. Das gilt auch für den 2022er-Artikel zur Session 0, der dieses Jahr viel gelesen wurde. 

Stattdessen drehte sich der Rest meines Jahres aber viel um Indie-Kram:

Das spiegelt auch die Realität meines Spieljahrs adäquat wider. Diese beiden Spiele – inklusive Public Access – haben mein Rollenspielleben 2023 dominiert.

Apropos Realität: Ganz real war ich auch auf einigen Veranstaltungen:

Nur die Ratcon in Berlin besuchte ich dieses Jahr nicht, denn die findet leider nicht mehr statt. Außerdem hatte mich der Nexus auf zwei Anime-Messen in Berlin eingeladen, auf denen ich Mörk Borg leitete. Darüber hätte ich auch viel zu erzählen gehabt. Keine Ahnung, wieso es dazu keinen Blogartikel gibt. Vielleicht reiche ich das nächstes Jahr nach.

Was ich sonst noch gelernt habe

Es gibt zwei Arten von Blog-Artikeln, die vergleichsweise wenig gelesen werden:

  • Rezensionen
  • Artikel zu Indie-Rollenspielen

Meine Rezensionen von Indie-Rollenspielen schlugen daher so gar keine Wellen. 

An mangelnder Verbreitung lag das nicht, denn sie tauchten regelmäßig in der Rezi-Watch von pnpnews auf. Lieber Gruß an dieser Stelle – ich freue mich darüber immer kringelig.

Um das noch klarzustellen: Ich bin weder überrascht noch enttäuscht über die Erkenntnis, dass Rezis von kleineren Produkten nicht viel gelesen werden. Denn ich kann das sehr gut verstehen. Ich selbst lese Rezensionen auch nur dann, wenn ich überlege, mir die Produkte zu kaufen, und vorher nochmal sichergehen will, nicht ins Klo zu greifen

Etwas mehr überrascht hat mich, dass zu den kleinen Rollenspielen mit wenig Interesse auch Numenéra zählt. Ich hatte gar keine Vorstellung, was passiert, wenn ich ein selbstgeschriebenes Abenteuer zum Download anbiete. Durch die Decke gegangen ist es nicht mit 82 Downloads bisher. Aber es bedient auch Science-Fantasy, und das ist schon eher nischig.

Was hingegen Dauerbrenner sind: Artikel zu DSA. Obwohl ich dieses Jahr keine geschrieben habe, ziehen ältere Artikel wie dieser immer noch viele Besucher*innen an:

DSA-Abenteuer vorbereiten

Das ist natürlich hoch erfreulich. Und das bringt mich fast schon zu dem, was ich aus diesen Erkenntnissen fürs nächste Jahr mitnehme. Doch vorher schaue ich noch einmal zurück.

Rückblick auf die alten Vorsätze

In meinem letzten Jahresrückblick stellte ich neun Themen in Aussicht, von denen folgende noch immer offen sind:

  • Tipps zum Erstellen von Hintergrundgeschichten für DSA-Held*innen.
  • Tipps für mehr Drama zwischen den SCs
  • Rollenspieltheorie: Welche Abenteuer-Strukturen gibt es und wie sehen die aus?
  • Rezension zum DSA-Abenteuer Bahamuths Ruf
  • Rezension zum Numenéra-Abenteuer Slaves of the Machine God

Vom Tisch sind die noch nicht. Die Abenteuer-Strukturen und die beiden Rezensionen sehe ich aber in nächster Zukunft nicht aus meinen Fingern schlüpfen.

Sollte dich eines dieser Themen interessieren, schreib mir gerne einen Kommentar. Das motiviert mich auf jeden Fall dazu, mir das Thema vorzuknöpfen.

Vorsätze für 2024

Hauptvorsatz: Mindestens ein Artikel pro Monat galoppiert auch 2024 durch die Rollenspielrennbahn. Darüber hinaus nehme ich mir Folgendes vor:

  • Weniger Mörk Borg (aber nicht kein Mörk Borg!),
  • weniger Rezensionen (aber nicht keine Rezensionen!!),
  • mehr allgemeine Artikel zur Spielpraxis und zur Rollenspieltheorie,
  • mal wieder einen oder zwei Artikel zu DSA. (Schließlich steht ein Jubiläum an.)

Richtig gerne würde ich auch die Reihe mit Abenteuer-Ideen fortführen. Die Zahnräuber fühlen sich einsam. Aber dafür braucht man eben auch Ideen. Vielleicht kommen die mir ja 2024. Versprechen werde ich es aber nicht. 

Haustiere im Rollenspiel
Bereits erschienen!

Was ich dir verspreche, sind die folgenden Artikel:

  • Haustiere im Rollenspiel – Ideen, wie man sie nicht ständig vergisst,
  • Tipps für coole Herausforderungen (an einer griffigeren Formulierung arbeite ich noch),
  • Tipps für coole Artefakte (ebenfalls ein Arbeitstitel. Vielleicht wird das einfach eine Reihe zu “mehr Coolness im Pen & Paper”),
  • ein Zufallsgenerator für Body Horror – der echte Horror daran sind aber die Kreuztabellen,
  • persönliche Berichte, auf welchen Rollenspiel-Conventions man mich mit Kaffee-Flatrates glücklich machte.

Ich liebäugle auch damit, 2024 zu einem Enten-Jahr zu machen. Aber das liegt nicht 100% in meiner Hand. Was ich damit meine, erkläre ich, sobald es soweit ist. Aber falls du neugierig geworden bist: Wie wärs mit einem Newsletter-Abo? Dann erfährst du es brühwarm. Außerdem: Meine Newsletter-Abonnent*innen sind geheimnisvoll. Doch sie sind supertoll, wuhuhu.

Okay, Ende der Nabelschau.

Was hat dich 2023 rollenspielerisch besonders glücklich gemacht? Worauf freust du dich 2024?

Schreibs mir in den Kommentarbereich, da freue ich mich immer. Oder auf einer der vielen Social Media Plattformen. Vielleicht auf Mastodon?

4 Kommentare zu Das war 2023 im Rollenspielblog – Was kommt als nächstes?

  1. Hi, da gratuliere ich dir zu einem interessanten Blogger-/Rollenspieljahr! Ich bin gespannt auf das Entenjahr 😀

    Beste Grüße Joshua

    (PS: Kaffeeflats machen mich auch glücklich)

  2. Schöner Rückblick. Verwundert mich das Rezis nicht so ziehen. Ich mag Rezis.

    Vielleicht nächstes Jahr statt Mörk Borg ne Runde Pirate Borg? Hab das Regelwerk hier und es ist sehr cool geworden!

    1. Ja, der Unterschied zwischen Rezensionsartikeln und anderen Blogbeiträgen ist wirklich überdeutlich: Die anderen Artikel werden mindestens drei Mal so häufig, aber teilweise auch 10mal so viel aufgerufen.
      Ich bin ganz froh über diese Art Feedback. Das ist eben eindeutig, da gibt es nichts zu rätseln oder im Dunkeln zu stochern. Mich hat das auch dazu animiert, mir wieder mehr Gedanken zu machen, was für Themen denn spannend sein könnten.

      Ansonsten:
      Pirate Borg ist in der Tat sehr schick!
      Da durfte ich in Dreieich mal reinschnuppern.
      Spielen werde ich nächstes Jahr auf jeden Fall sehr viel mehr Borgs. Hab hier jemanden gefunden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, ALLE Borg Hacks zu sammeln, und das nicht nur für den Schrank. Er bietet die auch an. Von daher… Goldene Zeiten stehen ins Haus. 😀

      Wünsche dir einen guten Rutsch. 🙂

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