Jahresrückblick 2025

Mein Bauch ist voll mit Plätzchen und Käse, meine sozialen Batterien sind leer, und ich weiß nicht mehr, welcher Tag heute ist.

Ich glaube, das bedeutet, dass es Zeit ist für den Jahresrückblick. Aber falls ich mich irre, und du das jetzt auf der Luftmatratze in deinem Sommerurlaub liest, dann… naja, dann lag ich daneben.

Immerhin: Am Strand fällt meine Nabelschau auch nicht weiter unangenehm auf. Also los…

Das spielte ich 2025

Ich zähle 103 Sessions und 36 verschiedene Systeme, davon 16, die ich zum ersten Mal spielte. Im Vergleich sind das 7 Sessions und 6 Systeme weniger als 2024. Gut so. Mein Vorsatz für 2025 war schließlich, weniger Oneshots und mehr Kampagnen zu spielen.

Dieses Vorhaben lief ganz gut: Triangle Agency, Troika!, Stonetop, DSA, Dukk Börg, Mörk Borg, Pasion de las pasiones, Gobiln Errands und Deathmatch Island waren im weitesten Wortsinn Kampagnen. Oft träfe Fewshots eher zu, aber lass uns nicht kleinlich sein.

Mit Pasión spielten wir drei Episoden, und Dukk Börg war auch eine 3-Abenteuer-Mini-Kampagne. Goblin Errands ist sowas wie eine Con-Kampagne, die wir hoffentlich noch öfter weiterspielen werden.

Stonetop und DSA laufen weiter und werden mich auch 2026 begleiten. Außerdem starten wir im Januar eine Kampagne mit The Between.

Highlights

Beim Blick auf die Liste, und die Erinnerung an die Sessions, fällt mir auf: Dieses Jahr gab es überdurchschnittlich viele Highlights. Hier mal ein paar von ihnen:

Mörk Borg mal als Kampagne zu erleben, war ein Traum. Das Borg-System stellt sich als extrem robust heraus. Klar, das hält nicht mit einem crunchigen Trad-Game mit, an dem man mehrere Jahre sitzt, aber eine Kampagne aus 10-20 Sessions ist locker drin, ohne dass das System an seine Grenzen gerät.

Ich verbrachte gleich zwei Rollenspielurlaube mit netten Menschen und viel Würfelei. Das kann ich nur allen empfehlen und will ich für 2026 auch wieder.

Mit The lesser player’s tale durchlebte ich in einem dieser Urlaube mein erstes Mini LARP. Wir spielten Schauspiele*rinnen, die mehrmals dasselbe Stück aufführen mussten. Dabei passten wir seinen Inhalt immer wieder an die Wünsche des Publikums an. Das war eine großartige, sehr intensive Erfahrung, an die ich gerne zurückdenke.

Sehr überrascht hat mich, dass ich nochmal viel Spaß mit einem Trad-Game haben würde. Aber 30 Liter Jungfrauenblut für Call of Cthulhu hat mich stundenlang unter Hochspannung gesetzt, wie ich es selten erlebt habe.

Jüngstes Highlight: Vor zwei Wochen leitete ich Vampire Cruise auf einem Rollenspielabend im Ballhaus Ost. Das war ganz fantastisch. Einerseits, weil das Kreuzfahrtschiff eine gut gepflegte Sandbox ist. Andererseits, weil ich Glück hatte und einfach mal die besten Spieler*innen diesseits der Havel abbekam. Die nahmen mir das Modul aus der Hand und rannten damit weg, sodass ich kaum hinterher kam. So liebe ich das. – Und das war besonders schön, weil zwei der Spielerinnen ganz neu im Hobby waren. Ich hoffe, ihr bleibt dran und bereichert ab jetzt regelmäßig die Spieltische!

Weitere Highlights, die ich hier nicht nochmal nacherzähle, verstecken sich in meinen diesjährigen Con-Berichten:

Das will ich 2026 leiten

Ich habe einen großen Vorsatz fürs nächste Jahr: Ich will mich in Shadowdark einfuchsen.

Ich liebe Mörk Borg. Aber ich brauche eine Pause von Grimdark und Abschaum. Und ich sitze auf einigen Modulen, die ich gerne spielen würde, die aber einfach nicht in die Sterbenden Lande passen. Gäbe es ein gutes Standard-Fantasy-Borg, würde ich dazu greifen, denn das System ist wirklich eine Wucht. (Nein, Mörk Manual ist nicht, was ich suche.)

Stattdessen fällt meine Wahl auf Shadowdark. Noch finde ich die Regeln dort weniger ansprechend (Ich soll für die Monster würfeln? Also sowas!), aber es ist ein cooles System von einer coolen Person, es erhält viel Support, der den Einstieg leicht macht, und es ist gerade angesagt. Viele Spielende haben Lust drauf, und ich nehme den Hype einfach mal mit, um solche Perlen wie Temple of 1000 swords, Sleeping place of the feathered swine, A Wizard und Winter’s Daughter anzubieten. Vielleicht lerne ich dabei auch genug über OSR-Module, um meinen Endgegner zu besiegen, und endlich zu verstehen, was Wet Grandpa von mir möchte.

Ansonsten muss unbedingt Feathered Adventures gespielt werden. Wie du vielleicht weißt, hatte ich nicht viel Glück mit Enten-Rollenspielen. Feathered Adventures ist meine neue große Hoffnung.

Das passierte 2025 im Rollenspielblog

Insgesamt war 2025 weniger los. Nicht nur weniger Systeme / Spielrunden. Ich schrieb auch weniger Artikel und lockte weniger Besucher*innen auf die Seite.

Letzteres liegt hauptsächlich daran, dass Google Ende 2024 stark das Interesse verloren hatte. Irgendein Update des Algorithmus führte dazu, dass oft nur eine einstellige Zahl an Besucher*innen hier vorbei kamen. Das besserte sich später im Jahr wieder. Trotzdem verlor ich 2025 irgendwas zwischen 15 und 20 % an Visits.

So ist das halt. Alles kein Grund zum Jammern. Ich mach das ja nicht für die Statistik. Aber ich finde solche Entwicklungen interessant.

Grund zur Freude war auf jeden Fall auch da: Ich richtete die Blogparade zum Thema Drama aus. Das war eine schöne Erfahrung, die ich gerne wiederholen möchte. Aber nicht 2026. Da bist du dran, eine auszurichten, Barti!

Besonders viel gelesen wurde 2025 außerdem:

und ganz voran meine beiden Immgergüns:

Pläne für 2026 im Rollenspielblog

Das Wichtigste zuerst: Auch 2026 verspreche ich mindestens einen Blogartikel pro Kalendermonat. Ich weiß ja, dass du sonst Entzugserscheinungen bekommst.

Los geht’s mit einem Großprojekt, das das erste Quartal 2026 dominieren wird. Ich werde viel Zeit in Aventurien verbringen, denn ich rezensiere die DSA-Kampagne Im Schatten Simyalas. Grund dafür ist nicht, dass ich sie gerade spiele, sondern dass die Autorin und der Autor der Kampagne diese jetzt als Romane veröffentlichen. Die werde ich direkt im Anschluss rezensieren. Ich rechne aktuell mit sechs Artikeln.

An diesem Projekt sitze ich schon dran, und ich kann dir schonmal verraten: Da waren einige echte Überraschungen für mich dabei, die ich nicht habe kommen sehen.

Was danach passieren wird, weiß ich nocht nicht sicher. Aber in meiner Schreibtischschublade liegen Ideen für

  • einen Artikel mit kleinen Spieltipps,
  • einen Artikel zum Thema Skill-Checks,
  • ein Plädoyer fürs Spielleiten,
  • und ein Artikel zur Rollenspielgeschichte, der mir seit Beginn des Blogs am Herzen liegt, den ich aber jetzt erst geknackt habe.

Wenn du darüber auf dem Laufenden bleiben willst, empfehle ich meinen Newsletter.

Wenn du noch nicht gehen willst, darf ich dich vielleicht zur Lektüre meines Artikels zu Coolness im Rollenspiel einladen? Oder suchst du geilen Loot?

Auf jeden Fall interessiert mich auch, wie dein 2025 so war, und vor allem: Was sind deine Rollenspielvorsätze für 2026?

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1 Kommentar zu Jahresrückblick 2025

  1. Das klingt doch nach einem tollen Rollenspieljahr! Ich habe mich sehr gefreut, in einigen der von dir erwähnten Runden dabeigewesen zu sein. Dukk Börg war z.B. nicht nur mein erstes Spiel in der VS-Community, sondern auch mein erstes OSR-Spiel überhaupt, und Good Society war eines meiner ersten Male Spiel“leiten“ (und das erste Mal offline). Letzteres war zwar wegen der fehlenden Spielenden chaotischer als geplant, aber ich hatte in allen unseren Runden viel Spaß.

    Einer meiner Rollenspielvorsätze ist auf jeden Fall, den Good Society-Hack, den ich gerade schreibe, zu playtesten. Ansonsten werde ich wohl auch weniger One-Shots und mehr längere Spiele spielen, einfach, weil ich mittlerweile ein paar tolle (mehr oder weniger) reguläre Gruppen gefunden habe. Und Gruppen, von denen man schon weiß, dass die Spielstile und Erwartungen zusammenpassen und man zusammen Spaß hat, sind viel wert.

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